Am Austragungstermin dieser nahen Heimattour sollte es für die uns
verfügbaren eigentlich nur die Frage geben, wer welche Strecke fährt.
Nach der unwirtlichen Nässe im Vorjahr kam aber heuer aber schon wieder
die
„Ob“-frage hoch. In den Tagen davor sagten die Wetterprognosen Kühle und
ab Mittag Nässe und viel Wind voraus. Überredungskünste, das Hoffen auf
Fehlprognosen der Meteorologen, eine Regenjacke und einem Plan B im
Hinterkopf half uns
12 Leute mit RSV-Bezug
an den Start am Großschönauer Sportplatz zu bringen. Dort erwartete uns ein freundlicher
Empfang durch die Sonne den TSV mit noch volkstümlichen Gebühren.
Das Anfangsbild mit den Bautzener Teilnehmern ist sehr ansehnlich aber immer
noch unvollständig. Zur Anreise
Der Start war trocken aber recht kühl, eine Balance zwischen allmählich warm fahren und gerne schnell warm werden. Erste Irritationen gab es an der Waltersdorfer Kirche. Daß die 85-er auch bis hoch zum Parkplatz sollten, haben nicht alle bemerkt. Also gab es da schon Abkürzer. Egal, ich habe keinen Kummer hinten zu fahren. In Jonsdorf möchten die Beine dann aber so langsam mal wollen, zumindest wenn es am Bahnhof rechtsrum geht. Ich fand immer noch keinen Tritt und dachte an die im Bus gelassenen Beinlinge. Ein Fehler, der am Hain in der Sonne mal kurz aus dem Gedächtnis schwand und sich in der Abfahrt unter der Schanze durch aber wieder meldete. Am Kammloch spielt der Fahrtwind erfahrungsgemäß eine untergeordnete Rolle. Der Anstieg schult das Einteilen einer Aufgabe in kurze Abschnitte, oben hatte ich zweie eingeholt die mit Männerübersetzungen an historischen Rahmen dort hochgewürgt sind und gerade nicht reden mochten. Mir war an der Linkskurve oben auch nicht nach Warten. Also Solo weiter. Eine Kuppe noch und die schöne Abfahrt nach dem sonnigen oberen Lückendorf. Leider muss ich im Ort die Rechtabbiegung übersehen haben, bin gerade weiter. Am Forsthaus kam der Frank von rechts den Berg hoch und stellte Fragen. Die Serpentinen runter nach Eichgraben - seit einiger Zeit ohne Wald - ging es gemeinsam bis Harthau. Der Arne sollte wieder hinter mir sein, war aber nicht zu sehen. Warten? So warm war es auch nicht. Also gemach nach Eichgraben und rechts weg. Dort kommt ja noch ein Anstieg, vielleicht kommt er da hinzu. War nicht. Dafür der erste Schauer, für die Regenjacke aber noch zu wenig.
Nach dem Berg vor Olbersdorf war das
Gebirge geschafft. Über ein paar Wellen ging es erfrischt weiter Abwärts bis
zum Kontrollpunkt mit Labe in Mittelherwigsdorf.
Die Versorgung tat uns gut. Doch zu
lange möchte man nicht stehen. Also weiter in eine lange Steigung bis
zur B178 und runter nach Wittgendorf. Den folgenden Abschnitt nordwärts über dem Eigen wurde
zügig zu dritt bewältigt und zeigte schon an welcher Wind uns bald
bremsen wird.
In Bernstadt nahmen wir uns die Zeit nach der Erdachse zu sehen. Der monotone Anstieg südwärts aus der Stadt blieb uns erspart, es ging im Tal windgeschützt weiter nach Ruppersdorf zur letzten Labe. Bald überholte uns der Mario grußlos. Er hatte mit Reifenschaden am Vorderrad zu kämpfen und hastete von einer Pumpstelle zu nächsten, regengeschützt unter Bäumen.
Auf den für alle gleichen Heimweg über Hainewalde entlang der Mandau bis zum Ziel am Sportplatz sind viele gleichrangige Kreuzungen sind zu beachten, das Tempo ist nach jeder Drosselung wieder aufzunehmen. Im Ziel warteten die Kurzfahrer fröhlich im Trockenen. Die Nudeln als Schlussessen taten uns gut.
In Summe sind wir elf 1053 km fast pannenfrei gefahren. So gab es auch Ausgelassenheit ob der gelungenen Fahrt, trotz der Bedingungen. Nur die Harten kommen in den Garten.